Stimmen aus Etelsen: Raus mit ganz viel Applaus

TSV Etelsen unterliegt im Bezirkspokal-Viertelfinale Ahlerstedt nach Elfmeterschießen 3:6

Etelsen - Von Frank Von Staden. Mit erhobenen Hauptes verabschiedete sich Fußball-Bezirksligist TSV Etelsen am Tag der Deutschen Einheit aus dem Bezirkspokal 2019/20. Vor heimischer Kulisse unterlagen die Schlossparkkicker in einem furiosen Viertelfinale, in dem die Platzherren gegen den klassenhöheren SV Ahlerstedt/Ottendorf schon mit 1:3 (79.) hinten lagen und diesen Rückstand dank zweier Treffer von Daniel Janssen in einer elektrisierenden Schlussphase noch egalisierten, mit 3:6 (3:3/1:1) nach Elfmeterschießen.

Und dieses „Shootout“ vom Punkt, es wird vor allem drei Etelser Spielern noch die ein oder andere schlaflose Nacht bescheren. Denn weder Emrullah Gülalan (gehalten), noch Christopher Petzold (vorbei) als auch Kapitän Simon Gloger (überweg) vermochten das Sportgerät in die Maschen zu setzen. Da es Ahlerstedts von Holt, Yaman sowie Peters besser machten, durfte am Ende der vermeintliche Favorit, der aber nur phasenweise zu überzeugen wusste, den Siegertanz auf dem sehr holprigen und seifigen B-Platz des TSV Etelsen ausüben.

„Es ist schon bitter, wenn man dieses Elfmeterschießen so herschenkt, nachdem man so ins Spiel zurückgekommen ist. Ganz ehrlich, dann hätte ich doch lieber 1:3 verloren! Aber kein Vorwurf an die drei Spieler. Am Ende haben sie vielleicht vor dem Gang zum Punkt zu viel überlegt“, haderte da nach dem Abpfiff Etelsens Coach Nils Goerdel kaum mit seinen Schützlingen, denen er lieber ein großes Kompliment aussprach. Denn der Übungsleiter sah sein Team über weite Strecken der Partie „mindestens auf Augenhöhe“, in der ersten Halbzeit sogar als das besser Team an. In die Pause allerdings durften die Hausherren trotz einiger guter Chancen – Gülalan verzog aufgrund eines Platzfehlers freistehend (40.) – nur ein 1:1 mitnehmen. Die erste Möglichkeit der Partie überhaupt nutzte Ahlerstedts Lennard Fock am kurzen Pfosten stehend eiskalt (15.), kurz darauf (17.) drückte Timo Schöning einen Meyer-Eckball aus nur drei Metern per Kopf über die Linie.

Nach dem Wechsel ließen die Gäste dann mehrfach ihre Klasse aufblitzen, prompt lagen die Etelser bis zur 79. Minute mit 1:3 zurück. Erneut griff dabei zweimal dasselbe Angriffsschema: Flanke auf den kurzen Pfosten, wo Lennart Fock schon lauerte. Danach schien die Messe in diesem Spiel eigentlich gelesen. Dachten sich zumindest die Gäste und ließen es in der Folge zu ruhig angehen. Das nutzten die nun wild entschlossenen Platzherren aus, krempelten noch einmal die Ärmel hoch (Goerdel: „Für mich zu spät. Vorher sind wir nicht ans Limit gegangen!“) und kauften nun den Ahlerstedtern den Schneid ab. Nur 120 Sekunden nach Focks drittem Treffer gelang Daniel Janssen der Anschluss nach feiner Reiners-Ablage per Kopf – und in der Nachspielzeit kannte der Jubel auf dem Etelser Platz keine Grenzen mehr, als Janssen robust per Kopf auf 3:3 stellte. Doch ein Happy End gab es dann nicht.

Quelle: kreiszeitung.de

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