A/O triumphiert beim Sparkassen-Cup

BUXTEHUDE. Der Fußball-Landesligist Ahlerstedt/Ottendorf hat das Weihnachtsturnier im Hallenfußball, den Buxtehuder Sparkassen-Cup, gewonnen. A/O setzte sich in einem einseitigen Finale gegen den Ligarivalen VSV Hedendorf/Neukloster mit 6:0 durch.

Zuvor hatte das vom Trainer des TSV Elstorf, Hartmut Mattfeldt, zusammengestellte Team TAGEBLATT im Spiel um Platz drei den Hamburger Bezirksligisten Inter 2000 mit 6:3 besiegt.

Nach dem Untergang des Herrenfußballs beim Buxtehuder SV in diesem Jahr hatte erstmals der TSV Eintracht Immenbeck das Weihnachtsturnier in der Sporthalle Nord organisiert. Die Macher des Sparkassen-Cups, Rene Klawon, Thorsten Pohl und Horst Lehmann, wechselten vom BSV nach Immenbeck. So änderte sich eigentlich nicht viel. Nur der Name im Briefkopf des Veranstalters.

„Nach dem Wechsel war für mich sofort klar weiterzumachen“, sagt Klawon. Der BSV, vermutet Klawon, hätte das Turnier „auslaufen lassen“. Die Tatsache, dass in Buxtehude am 2. Weihnachtsfeiertag nicht mehr die hochklassigen Mannschaften von einst antreten, verkaufen die Verantwortlichen als neues Konzept. Klawon will mehr Vereine aus der Region, wie Apensen, Ottensen oder Altkloster. „Ich hoffe, dass sich das etabliert“, sagt er. Die Finalisten aus Ahlerstedt und Hedendorf stellten an diesem Tag die hochklassigsten Vereine.

Die Favoritenrollen besaßen indes andere. Horst Lehmann stellte eine mit Landesligaspielern gespickte Hamburger Amateurauswahl zusammen. Die trat immerhin als Titelverteidiger an. Noch bessere Spieler hätte Lehmann für den Sparkassen-Cup verpflichten können. Allerdings hätte dies nicht ins Konzept gepasst. „Mit dem Team vom letzten Jahr hätten wir gewonnen“, sagt Lehmann. Sein Kollege Hartmut Mattfeldt holte mit Nico Matern vom VfB Oldenburg einen gestandenen Regionalligaspieler und Hallenspezialisten in seinen Kader.

Matern verband einen Besuch bei seiner Familie in Buxtehude mit dem Kicken. Beide Mannschaften lieferten sich bereits in der Vorrunde einen spannenden Kick, den das Team TAGEBLATT mit 3:1 gewann. Die Hamburger schieden überraschend im Viertelfinale mit 4:5 nach Penaltyschießen gegen die VSV aus. Im Hedendorfer Tor hielt Sebastian Menzel überragend.

Einen spielerisch starken Eindruck hinterließen die Fußballer von Inter 2000 aus Hamburg-Horn. Die Dribbelkünstler kamen erst im Halbfinale gegen die VSV mit 0:6 unter der Räder. Zuvor schalteten sie den Stader Kreisligisten TuS Eiche Bargstedt mit 4:0 im Viertelfinale aus. Mit neun Treffern wurde Nika Bramajaswi von Inter 2000 bester Torschütze des Turniers. Zum besten Spieler wählten die Organisatoren Niklas Stange von der SV Ahlerstedt/Ottendorf.

Das Traditionsturnier mit zwölf Mannschaften zu besetzen, stellte im Vorfeld ein Problem dar. Die Resonanz der angeschriebenen Clubs war eher bescheiden. Zudem veranstaltete der FC Süderelbe zeitgleich ebenfalls ein Turnier. „Hallenfußball scheint vor allem bei den jungen Spielern nicht mehr so gefragt zu sein“, sagt Rene Klawon. Das Argument des Verletzungsrisikos ließe er nicht gelten. In den letzten 20 Jahren registrierte er lediglich zwei ernsthafte Verletzungen. Hartmut Mattfeldt bestätigt den Trend.

Die Resonanz lasse nach. Die Spieler verbringen, seiner Meinung nach, den 2. Weihnachtsfeiertag lieber bei ihren Familien. Beim TSV Eintracht Immenbeck habe allerdings nie zur Debatte gestanden, das Turnier nicht zu übernehmen, sagt Fußball-Obmann Michael Rump. Zumal es keinerlei finanzielles Risiko gebe und die Sparkasse als Hauptsponsor „nicht einmal gezuckt“ habe. Rump kann sich sogar vorstellen, das Turnier auf ein Wochenende auszuweiten und Jugendmannschaften mit ins Boot zu holen. Damit sich der Aufwand lohne.

Quelle: Stader Tageblatt

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